Freitag, 15. März 2013
So schön kann arbeit sein......Flughafen
drchaos, 15:50h
ich war von 07/2011 bis 07/2012 bei einem Sicherheitsdienst am Flughafen in einer Stadt im Süd-Westen von Deutschland beschäfigt.
Nun warum ich dies schreibe sind meine Erfahrungen mit dieser Sicherheitsfirma, die die größte der Welt ist.
Am 29.04.2011 wurde ich zu dem Bewerbungsgespräch nach Leinfelden in ein "Kongresszentrum eingeladen"
Dort waren ca 50 Personen anwesend, alle für diese Arbeit. Als erstes stellte sich die Firma vor die mehr oder weniger unser Ansprechpartner war für die folgende Veranstaltung und die nachfolgende Schulung zur Luftsicherheitskontrollkraft nach §8 LuftSiG. Danach lernten wir unseren Arbeitgeber kennen, es war ein Geschäftsführer zugegen und referierte über die Firma und was uns erwartet. Die Station wurde neu übernommen und deshalb benötigen sie viele neue Mitarbeiter. Es wurden uns Dienstpläne gezeigt für den ganzen Monat, wegen der Planung für die Familie etc. Die Einsatzzeiten wurden uns gezeigt frühestens 6 Uhr Dienstbeginn dann 8 Stunden Schichten. 5 Tage arbeiten dann zwei Tage frei. Es hörte sich sehr positiv an. Wir gaben alle unsere Bewerbungsunterlagen ab und was interesant war alle ihre Vermittlungsgutscheine der verschiedenen Agenturen für Arbeit. Dann ging es weiter mit einem Eignungstest, worin man verschiedene allgemeine Fragen beantworten sollten. Danach kam ein Erkennungstest und zwar an einem Laptop sollte man in einer bestimmten Zeit verbotene Gegenstände erkennen, die in Gepäckstücken verborgen waren.
Danach folgte das persönliche Gespräch mit dem Geschäftsführer, immer 6 Personen auf einmal. Als alles ausgewertet wurde, bekam man einen vorläufigen Arbeitsvertrag, was eigentlich nur eine Bescheinigung war für die Jobcenter bzw die Agenturen. Im Mai begann dann die Schulung in der Stadt im Süd-Westen der BRD. Wir bekamen das theoretische Wissen beigebracht, die ganze Gesetzeslage und Vorschriften die für uns wichtig sind , bei unserer Arbeit. Ich war in der zweiten Gruppe die geschult wurde. Die Schulung endete mit der Prüfung vor dem Regierungspräsidium S........ Leider habe ich die praktische Prüfung am Röntgengerät vergeigt.
Somit wurde ich ab 7.7.2011 in allen Bereichen eingesetzt wo keine Röntgenarbeiten zu erledigen waren. Ich kam also am Flughafen an und das erste was mir entgegenschlug waren keine Mitarbeiter wo sich freuten, sondern nur Wut und Ablehnung. Der Grund war schnell bekannt. Als die Station neu übernommen wurde, so wurden aus verschidenen Flughäfen aus Deutschland Personal abgezogen, damit der Dienstbeginn überhaupt aufgenommen werden konnte. Dieses Personal wurde mit den neuen Mitarbeitern konfrontiert die den ersten Kurs absolviert hatten. Da prallten zwei Welten aufeinander, aber anstatt das dies entschärft wurde von unseren Vorgesetzten wurde es nicht beachtet.
Da kamen schon die ersten Dämpfer. Wir erinnern uns an den Vortrag des Geschäftsführers: " Wir können ihnen einen Dienstplan stellen für den ganzen Monat, nein für das ganze Jahr, immer eine Woche Frühschicht, danach Spätschicht und dann Nachtschicht." Nun die Realität Dienst von einem TAg auf den nächsten täglicher Wechsel der Schichten, war sehr prickelnd, wir wussten nie wann wir anfangen musten und wo. Wir erinnern uns auch an den Dienstbeginn 6 Uhr wegen der Erreichbarkeit mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Tatsächlicher Dienstbeginn 4:00 Uhr. Wir hatten Mitarbeiter die haben sogar im Terminal geschlafen, weil sie sonst keine Chance hatte um rechtzeitig zum Dienst zu erscheinen. Ach ja 8 Stunden war auch nichts 12 Stunden war die Regel. 2 Tage frei ging auch nicht wenn man Glück hatte einen. Nun dies hat sich aber im Laufe des Jahres gebessert. Die Stunden gingen auf 8 Stunden zurück. Man hat auch den Schichtdienst mehr oder weniger im Griff. Ausser wenn viele krank waren.
Nun mein Fazit die Geschäftsführer die uns eingestellt haben, sind beide entfernt worden. Sozialräume gibt es bis heute nicht. Das Personal wird mit Qualitätstests auf das äusserste gestresst. Die Mitarbeiter haben Angst teilweise Panik vor diesen Realtests, sie bedeuten je nachdem wie hoch er bewertet wird sofortige Pause und Nachschulung. Die Pause sind keine Stunden sondern Tage bzw Wochen.
Somit sind diese Menschen in der Sicherheit am Flughafen in ständigem Stress. Auch die Vorgesetzten üben Druck aus auf die Mitarbeiter, sie müssen es leider tun, weil sie selber sehr darunter leiden, einige Supervisiors haben schon aufgehört. Sehr viele Mitarbeiter haben schon innerlich gekündigt. Dies führte bei einigen schon zu massiven gesundheitlichen Problemen. Leider sind die meisten dort auf die Arbeit angewiesen, deshalb schweigen sie und leiden stumm.
Wenn sie mal am Flughafen im Süd-Westen von Baden-Württemberg sind, schenken sie den Menschen vom Sicherheitsdienst zu erkennen an 3 Punkten auf der Kleidung ein lächeln, sie haben es verdient. Meine Arbeit endete am 7.7 2012 ich konnte dort nicht mehr arbeiten. Der Mitarbeiter zählt leider nicht viel.
Nun warum ich dies schreibe sind meine Erfahrungen mit dieser Sicherheitsfirma, die die größte der Welt ist.
Am 29.04.2011 wurde ich zu dem Bewerbungsgespräch nach Leinfelden in ein "Kongresszentrum eingeladen"
Dort waren ca 50 Personen anwesend, alle für diese Arbeit. Als erstes stellte sich die Firma vor die mehr oder weniger unser Ansprechpartner war für die folgende Veranstaltung und die nachfolgende Schulung zur Luftsicherheitskontrollkraft nach §8 LuftSiG. Danach lernten wir unseren Arbeitgeber kennen, es war ein Geschäftsführer zugegen und referierte über die Firma und was uns erwartet. Die Station wurde neu übernommen und deshalb benötigen sie viele neue Mitarbeiter. Es wurden uns Dienstpläne gezeigt für den ganzen Monat, wegen der Planung für die Familie etc. Die Einsatzzeiten wurden uns gezeigt frühestens 6 Uhr Dienstbeginn dann 8 Stunden Schichten. 5 Tage arbeiten dann zwei Tage frei. Es hörte sich sehr positiv an. Wir gaben alle unsere Bewerbungsunterlagen ab und was interesant war alle ihre Vermittlungsgutscheine der verschiedenen Agenturen für Arbeit. Dann ging es weiter mit einem Eignungstest, worin man verschiedene allgemeine Fragen beantworten sollten. Danach kam ein Erkennungstest und zwar an einem Laptop sollte man in einer bestimmten Zeit verbotene Gegenstände erkennen, die in Gepäckstücken verborgen waren.
Danach folgte das persönliche Gespräch mit dem Geschäftsführer, immer 6 Personen auf einmal. Als alles ausgewertet wurde, bekam man einen vorläufigen Arbeitsvertrag, was eigentlich nur eine Bescheinigung war für die Jobcenter bzw die Agenturen. Im Mai begann dann die Schulung in der Stadt im Süd-Westen der BRD. Wir bekamen das theoretische Wissen beigebracht, die ganze Gesetzeslage und Vorschriften die für uns wichtig sind , bei unserer Arbeit. Ich war in der zweiten Gruppe die geschult wurde. Die Schulung endete mit der Prüfung vor dem Regierungspräsidium S........ Leider habe ich die praktische Prüfung am Röntgengerät vergeigt.
Somit wurde ich ab 7.7.2011 in allen Bereichen eingesetzt wo keine Röntgenarbeiten zu erledigen waren. Ich kam also am Flughafen an und das erste was mir entgegenschlug waren keine Mitarbeiter wo sich freuten, sondern nur Wut und Ablehnung. Der Grund war schnell bekannt. Als die Station neu übernommen wurde, so wurden aus verschidenen Flughäfen aus Deutschland Personal abgezogen, damit der Dienstbeginn überhaupt aufgenommen werden konnte. Dieses Personal wurde mit den neuen Mitarbeitern konfrontiert die den ersten Kurs absolviert hatten. Da prallten zwei Welten aufeinander, aber anstatt das dies entschärft wurde von unseren Vorgesetzten wurde es nicht beachtet.
Da kamen schon die ersten Dämpfer. Wir erinnern uns an den Vortrag des Geschäftsführers: " Wir können ihnen einen Dienstplan stellen für den ganzen Monat, nein für das ganze Jahr, immer eine Woche Frühschicht, danach Spätschicht und dann Nachtschicht." Nun die Realität Dienst von einem TAg auf den nächsten täglicher Wechsel der Schichten, war sehr prickelnd, wir wussten nie wann wir anfangen musten und wo. Wir erinnern uns auch an den Dienstbeginn 6 Uhr wegen der Erreichbarkeit mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Tatsächlicher Dienstbeginn 4:00 Uhr. Wir hatten Mitarbeiter die haben sogar im Terminal geschlafen, weil sie sonst keine Chance hatte um rechtzeitig zum Dienst zu erscheinen. Ach ja 8 Stunden war auch nichts 12 Stunden war die Regel. 2 Tage frei ging auch nicht wenn man Glück hatte einen. Nun dies hat sich aber im Laufe des Jahres gebessert. Die Stunden gingen auf 8 Stunden zurück. Man hat auch den Schichtdienst mehr oder weniger im Griff. Ausser wenn viele krank waren.
Nun mein Fazit die Geschäftsführer die uns eingestellt haben, sind beide entfernt worden. Sozialräume gibt es bis heute nicht. Das Personal wird mit Qualitätstests auf das äusserste gestresst. Die Mitarbeiter haben Angst teilweise Panik vor diesen Realtests, sie bedeuten je nachdem wie hoch er bewertet wird sofortige Pause und Nachschulung. Die Pause sind keine Stunden sondern Tage bzw Wochen.
Somit sind diese Menschen in der Sicherheit am Flughafen in ständigem Stress. Auch die Vorgesetzten üben Druck aus auf die Mitarbeiter, sie müssen es leider tun, weil sie selber sehr darunter leiden, einige Supervisiors haben schon aufgehört. Sehr viele Mitarbeiter haben schon innerlich gekündigt. Dies führte bei einigen schon zu massiven gesundheitlichen Problemen. Leider sind die meisten dort auf die Arbeit angewiesen, deshalb schweigen sie und leiden stumm.
Wenn sie mal am Flughafen im Süd-Westen von Baden-Württemberg sind, schenken sie den Menschen vom Sicherheitsdienst zu erkennen an 3 Punkten auf der Kleidung ein lächeln, sie haben es verdient. Meine Arbeit endete am 7.7 2012 ich konnte dort nicht mehr arbeiten. Der Mitarbeiter zählt leider nicht viel.
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